Mit dem richtigen Lob tun wir etwas für unsere Resilienz

Ein Lob zu hören tut uns gut. Es ist ein Ausdruck der Anerkennung und Wertschätzung von Leistungen und Verhaltensweisen, was uns das Gefühl gibt, etwas gut gemacht zu haben. Wir suchen nach Bestätigung, daher ist gelobt zu werden eine Wohltat für unsere Seele. Lob kann sich dabei sowohl sprachlich, als auch körperlich (durch Gestik oder Mimik) äußern.

Auch loben steigert die Resilienz

Doch nicht nur Lob bekommen, sondern auch Lob geben ist ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Seins. Besonders aus psychologischer und pädagogischer Sicht ist das Lob essentiell. In der Erziehungswissenschaft haben die Pädagogen Curtmann und Schwarz den Grundsatz des „richtigen Lobens“ aufgestellt. Loben führt besonders in der kindlichen Entwicklung später zu einem höheren Selbstwertgefühl und auch größerer Selbstsicherheit. Dabei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass das Kind erst nach einer gründlichen Einschätzung seiner Handlung und auch nach Ermessen des Fortschrittes des Kindes gelobt werden sollte. Zu viel, oder unangebrachtes Lob könne eine narzisstische Persönlichkeitsentwicklung fördern, so die Forscher.

Gute Aussagen treffen

Lob wird oft als Zuschreibung verwendet. „Du bist ein(e)…“ Dabei handelt es sich allerdings um eine Aussage auf der Identitätsebene, was dem Lob eine determinierende Wirkung gibt. Daher ist es besser, das Lob als wertschätzende Bemerkung zu verstehen. Diese basiert auf der Beobachtung einer Handlung oder eines Verhaltens und der daraus resultierenden Wirkung bei dem Lobenden. Wahrnehmung und Wirkung spielen beim Lob eine wichtige Rolle. „Ich habe gesehen, dass du das und das gemacht hast (Wahrnehmung) und das fand ich gut (Wirkung)“. So wird dem Gelobten vermittelt, was gut war und wie er dieses Verhaltensmuster beibehalten kann.

Was ist eigentlich Lob

Lob ist des Weiteren zu unterscheiden von den Begriffen Feedback, Kompliment, Ermutigung und Belohnung. Es ist nicht einfach eine direkte Unterscheidung zu treffen, da das Lob meist auch in der Funktion eines Komplimentes oder einer Belohnung beispielsweise auftritt. Auch ist der Begriff „Eigenlob“ von Lob abzusetzen. In unserer Gesellschaft „stinkt“ Eigenlob ja bekanntermaßen. Wenn nun allerdings Lob in der vorgeschlagenen Verwendung eingesetzt wird, dann kann Eigenlob eine Methode sein, zu mehr Selbstwertgefühl und auch zu einer höheren Wertschätzung zu gelangen. Besonders für depressiv Erkrankte kann das Eigenlob eine Strategie sein, das Selbstwertgefühl unterstützen.

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