Maslach Burnout Inventory

Burn-out messen?

1981 veröffentlichten Christina Maslach und Susan E. Jackson das Maslach Burnout Inventory (MBI). Dieser Fragekatalog soll ein Messinstrument zur Erfassung des Burnout-Syndroms darstellen.

Das MBI besteht aus 22 Fragen, die in drei Kategorien eingeteilt werden können:

  • Emotionale Erschöpfung
  • Depersonalisierung
  • Reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit

Zunächst wurde das MBI für den „human service“ Bereich entwickelt, also für Tätigkeitsfelder, die mit Patienten und Klienten umgehen. Ab 1996 wurde der Fragebogen in spezifischen Versionen veröffentlicht, die auf verschiedene Berufsgruppen angewendet werden können, wie bei Lehrkräften oder in sogenannten „general services“. Letzteres überprüft mehr die Einstellung zur Arbeit, als zu den Menschen.

In ca. 90% der veröffentlichten wissenschaftlichen Studien zum Burnout-Syndrom wird das Maslach Burnout Inventory eingesetzt.

Mit Vorsicht zu behandeln!

Ein Instrument zur Messung von Burnout-Gefährdung ist sehr sinnvoll, besonders, da es sich hierbei um einen schleichenden Prozess handelt, der dem betroffenen Individuum gegebenenfalls nicht besonders auffällt. Jedoch muss hinterfragt werden, was dieser Fragebogen genau misst.

Burn-out ist eine schwer zu erfassende, psychische Krankheit, die sich individuell äußert. Es gibt keinen Garant wie: „Wenn du mit deiner Arbeit unzufrieden bist, bekommst du sicher ein Burn-out.“ Das Problem, das sich auch das MBI stellen muss ist, dass es keine klaren Grenzwerte für Burn-out gibt.

Die Unterteilung in drei Dimensionen differenziert diese generalisierten Bewertungen, jedoch sollte niemals der Mensch, der vor dem Test sitzt, ausgeblendet werden. Der Punkt Depersonalisierung kann auch mit Zynismus gleichgesetzt werden. Nun riskiert aber nicht jeder zynisch veranlagte Mensch gleich ein Burn-out. Ebenso misst die emotionale Erschöpfung eher die Arbeitsunzufriedenheit.

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