Resilienz-Tipp 6 – Realistische Ziele

Was viele Menschen unzufrieden sein lässt sind Ziele, denen sie ein Leben lang hinterherlaufen. Viele der Teilnehmer in meinen Seminaren und Coachings kommen mit Riesenzielen. 20 kg abnehmen in zwei Wochen, in einem halben Jahr Millionär sein, und so weiter. Wir alle kennen auch die eine oder andere Art, Ziele zu stecken, gesteckt zu bekommen oder zu vereinbaren. Sei es das Jahresgespräch in der Firma oder ein dringender Wunsch des Partners, von den Eltern oder von wem auch immer. Meine erste Frage lautet immer: Ist das realistisch?

Oftmals werden hier die so genannten „Wohlgeformtheitskriterien“ für Ziele außer Acht gelassen. Deswegen kurz im Überblick zwei Methoden zur Zielprüfung: SMART und SPEZI. Jedes Ihrer Ziele sollte möglichst alle dieser Eigenschaften erfüllen. Prüfen Sie doch mal, ob eines Ihrer momentanen Ziele…

S spezifisch, selbsterreichbar, schriftlich
M messbar
A attraktiv
R realistisch
T terminiert

S sinnlich wahrnehmbar (über die fünf Sinne)
P positiv formuliert
E eigenständig erreichbar
Z Zusammenhang (in einem bestimmten Kontext)
I Intention/Absicht sollte im Ziel enthalten sein

… ist?

Erfüllt es alle Kriterien? Und ist das Ziel anziehend? Haben Sie ein gutes Gefühl, wenn Sie daran denken?
Prüfen Sie doch mal, ob Ihre Ziele diesen „Wohlgeformtheitskriterien“ entsprechen. Beachten Sie bitte, dass Probleme immer nur dann entstehen, wenn es eine Abweichung eines „Ist-Wertes“ von einem „Soll-Wert“ gibt. Je achtsamer und realistischer ein Ziel gesteckt wird, desto besser.

In gewisser Weise kann man es auch mit der Geschichte des Mannes sagen, der jeden Tag zu Gott betet, dass er ihn doch im Lotto gewinnen lassen möge. Nach Jahren hört dieser Mann auf einmal die Stimme Gottes, der ihm donnernd und grollend zuruft: Wenn Du im Lotto gewinnen willst, dann musst Du Dir auch mal einen Lottoschein kaufen!

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