Sitzhaltung

Wenn es um schmerzhafte Beschwerden im Rückenbereich geht, ist wohl das eintönige, meist suboptimale Sitzen eine der größten Problematiken. Dabei gibt es lediglich ein paar Faktoren auf die es zu achten gilt, um die Arbeits- und Lebensqualität zu erhöhen.

Warum ist die Sitzhaltung so wichtig?

Unser Rücken ist nicht darauf ausgelegt, dass wir stundenlang in ein und derselben Position verharren. Die Skelettmuskulatur muss ständige Haltearbeit leisten, noch dazu werden die Bandscheiben durch die Bewegungsarmut mit wenig Flüssigkeit versorgt.

Noch dazu neigen viele Menschen dazu, unter Konzentration nach vorn gebeugt und verkrampft zu sitzen – ohne das zu bemerken. So sind Rückenschmerzen schon vorprogrammiert.

Eine gute Sitzhaltung hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen beugen Sie so schmerzhaften Verspannungen oder sogar chronischen Rückenschmerzen vor. Das tut nicht nur Ihrer körperlichen Gesundheit gut, sondern auch ihrer geistigen. Bei einem dauerhaft angespannten oder verspannten Rücken kann der Arbeitsalltag durchaus zum Spießrutenlauf werden.

Zum andern fördern Sie durch eine gesunde Haltung Ihre Atmung. So gewähren Sie Ihrem Körper eine bessere Zufuhr an Sauerstoff und ihr Gehirn wird Leistungsfähiger.

Abwechslung ist das A und O

Eine weit verbreitete Annahme ist es, dass ein aufrechtes Sitzen schon allein reiche, um Rückenschmerzen zu vermeiden. Das ist allerdings nicht ganz richtig, denn auch korrektes aufrechtes Sitzen kann einseitig und starr sein. Das wichtigste für den Rücken ist Bewegung.

Um effektiv zu Arbeiten ist starres Sitzen nicht notwendig. Und schon durch einen Schreibtischstuhl mit Synchrodynamik können Sie Haltungswechsel sehr leicht einbauen. Auch der Wechsel von Sitzen und Stehen ist überaus empfehlenswert. Dazu sind spezielle Sitz-Steh-Tische oder auch zusätzliche Stehtische sehr hilfreich.

Auch gezieltes Umhergehen ist durchaus förderlich für die Rücken-gesundheit. So können Sie unter anderem eine Pause einlegen. Der Gang zum Kopierer oder zur Kaffeeküche, das sind Elemente, die Ihre Bewegungsbilanz am Tag positiv stärken.

Eine empfohlene Aufteilung:

60% dynamisches Sitzen

30% Stehen

10% Umhergehen

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Die richtige Sitzhaltung

Für das richtige Sitzen gibt es einige Punkte zu beachten:

  • Der richtige Abstand: Der Bildschirm sollte optimaler Weise eine Armlänge entfernt sein. Außerdem sollte der Kopf sich leicht nach unten neigen, um am oberen Bildschirmrand zu lesen.
  • Die Sitzhöhe: Sie sollte so eingestellt sein, dass die Unterarme (rechtwinklig) locker auf der Tischplatte liegen. Dabei sollten die Schultern entspannt hängen gelassen werden. Des Weiteren sollten die Beine nicht baumeln, sondern flach (ebenfalls rechtwinklig) auf dem Boden aufliegen.
  • Maus und Tastatur: diese beiden Utensilien sollten in einer Linie mit dem Ellbogen sein
  • Die Rückenlehne stützt: Achten Sie darauf, die Sitzfläche Ihres Stuhls auszunutzen und Ihren Rücken an die Lehne zu lehnen. Ein nach vorne gekipptes Becken unterstützt die aufrechte Haltung.

Resilienz gegen Rückenschmerz?

Resilienz bedeutet eigentlich die innere Widerstandskraft zu stärken. Also was hat Resilienz mit Rückenschmerzen zu tun? Durch Resilienz Förderung lernen wir besonders flexibel im Umgang mit Umständen zu sein. Sich dem zu widmen kann helfen, den Schmerz vorzubeugen, ihn nicht so an sich heran zu lassen oder ihn aktiv anzugehen.

Der Rücken-Experte Martin Marianowicz stellt heraus, dass gerade chronische Rückenschmerzen sich selten an der Wirbelsäule ablesen lassen. Denn die kognitiven, emotionalen und Verhaltensaspekte spielen oft eine entscheidende Rolle.

Hierbei hilft die Resilienz, die Einstellung zum Rückenschmerz zu überdenken und Bewegungsmuster oder Gewohnheiten zu überdenken. Durch lösungsorientiertes Handeln kann zu einem rückenfreundlicheren Lebensstil gefunden werden, oder durch Akzeptanz kann die Chronifizierung des Schmerzes verhindert werden.

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