Timeline-Arbeit und der Umgang mit der Lebenszeit

Was ist Timeline-Arbeit?

Die Timeline-Arbeit ist ein therapeutischer Ansatz, der ursprünglich aus der Hypnotherapie stammt und im NLP weiterentwickelt wurde. Die Timeline ist dabei eine psychische Repräsentation der eigenen Lebenszeit.

Die Therapeutische Technik „walking the Time Line“ ist seit den 70er Jahren bekannt, aber 1988 entwickelte der Hypnotherapeut Tad James die Time Line Therapy™. James gibt mehrere Möglichkeiten an, wozu Timeline-Arbeit verwendet werden kann:

  • Veränderung von Erinnerung (Als die Repräsentation von Ereignissen)
  • Wandlung negativer Gefühle in einen neutralen bis positiven Zustand
  • Beseitigung von Phobien
  • Erschaffung eines neuen Zukunftsziels
  • Veränderung der Richtung der Timeline

Vor allem bei der Bewältigung von traumatischen Erlebnissen in der Vergangenheit hat sich diese Methode bewährt.

Arten von Timelines:

Es gibt verschiedene Arten dem Patienten seine Timeline zugänglich zu machen. Hierbei sollte auf die bevorzugten Sinneskanäle geachtet und die Submodalitäten überprüft werden.

  • Äußere Timeline: Eine Zeitlinie am Boden dient als räumlicher Anker. Die Person assozieiert sich mit einem Lebensabschnitt durch die Positionierung auf einer bestimmten Stelle auf der Linie.
  • Innere Timeline: Diese Zeitlinie ist eine visuell gedachte Linie, meist in einem dreidimensionalen Raum. Die Orte auf der Linie haben einen systematischen Zeit-Bezug und sind meist unbewusst zugeordnet.

Ressourcenaktivierende Timeline-Arbeit

Die Timeline-Arbeit ermöglicht es dem Patienten seine persönliche Timeline abzugehen und ressourcenvolle Situationen oder Beziehungen aufzusuchen. Durch das Hineinfühlen in diese Situation ist die Person eingeladen, sich mit den biografischen Ressourcen „aufzuladen“. Durch das Mitnehmen einer vergangenen Ressource kann diese in der Gegenwart gestärkt und aktiviert werden.

Auch durch Altersprogression (in die imaginierte biografische Zukunft gehen) können Ressourcen aktiviert werden. Der Patient kann sich imaginär auf seiner Timeline vorwärts bewegen, zu einem Zeitpunkt, an dem das Problem gelöst ist. Er kann sich in die Ressource, die ihm zur Zielerreichung verholfen hat hineinversetzten. Imaginär kann er auf der Timeline zurückblicken und sich vergegenwärtigen, wie ihm die Überwindung des Problems gelungen ist.

Diese „Orientierung in der Zeit“ ist eine von Milton Erickson angewandte Methode, die dem Patienten ermöglicht, das Problem als schon gelöst zu betrachten. Von dieser imaginierten Zukunft kann er den Weg zur Lösung im Nachhinein rekonstruieren.

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